Smart Air Quality Network
Entwicklung und Bewertung eines engmaschigen Netzwerks von lokalen Feinstaubdaten, welche von der Öffentlichkeit eingespeist und genutzt werden können.

ÜBER UNS

Im Folgenden stellen sich die Projektpartner des Verbundprojektes "smartAQnet - Smart Air Quality Network - Analyse und Bewertung neuer Luftgüte-Messmethoden und Wissenschaftskommunikation an Öffentlichkeit und spezielle Stakeholder" vor (in alphabetischer Reihenfolge).

  

 

Die Aerosol Akademie (kurz: AA) ist eine regionale, nationale und internationale Anlaufstelle für Personen und Institutionen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Behörden und Verwaltung. Sie betreibt ein interdisziplinäres Aktiv-Netzwerk für Kooperation (Projekte), Kommunikation und Wissen rund um Aerosoltechnologie und Aerosolforschung. Die Aerosol Akademie ist eine Mitgliederorganisation, ihr Trägerverein besteht aus Stakeholdern und Förderern aus Wissenschaft, Wirtschaft und politischer Verwaltung, zwischen deren Zielsetzungen und Organisationsstrategien sie eine institutionalisierte Schnittstelle bildet. Ihre Expertise bezüglich des Projektvorhabens umfasst die Aerosol-, Gas- und Klimamesstechnik im Allgemeinen, und die opto-technische Signalerfassung und Signalaufbereitung im Besonderen. Die Aerosol Akademie ist damit ein Multiplikator und wichtiger Partner für Aktivitäten im Bereich der Dissemination von Projektergebnissen und der Vernetzung zu andere Projekten und Institutionen. 


Das Umweltamt der Stadt Augsburg (kurz: AUG) unterstützt das Vorhaben des Partnerverbunds als ungefördeter Projektpartner. Die Kommunikation mit interessierten Augsburger Schulen, die bereits im Bereich Umweltforschung und Luftmonitoring aktiv sind, wird über das Umweltamt ermöglicht und erleichtert. Gegebenenfalls kann über die Stadt Augsburg auch eine Beteiligung der Stadtbetriebe (z.B. öffentlicher Nahverkehr, Stadtwerke, etc.) an den Messungen erreicht werden. Mehr siehe http://www.augsburg.de/umwelt-soziales/umwelt/.

 

Die GRIMM Aerosol Technik Ainring GmbH & Co. KG (kurz: GRIMM) ist weltweit eines der namhaftesten Unternehmen im Bereich von Umwelt- und Arbeitsschutzmessungen, ob bei Behörden, in Forschungs- und Lehreinrichtungen, bei Sicherheitsingenieuren oder akkreditierten Stellen für Luftgütemessungen. Seit über 30 Jahren steht GRIMM für die optische Feinstaubmessung „Made in Europe“. Seit dem 1. Oktober 2015 ist das Unternehmen Mitglied der DURAG GROUP. Da die Firma GRIMM seit vielen Jahrzehnten in der Entwicklung von Partikelmessgeräten für luftgetragene Partikel tätig ist, besteht hier ein großes Know-How, um die oben genannten Probleme zu minimieren, bzw. zu eliminieren. Dies ist technisch nicht trivial und erfordert in Teilbereichen die Entwicklung komplett neuer Messzellen, Signalauswertungsstrategien und Softwarepaketen. GRIMM-Geräte finden Erwähnung in über 1000 wissenschaftlichen Publikationen weltweit als Messgeräte oder Untersuchungsobjekt. Da die obigen Probleme bei der Entwicklung von Laser Aerosol Spektrometern zum Teil erfolgreich gelöst werden konnte, sieht sich GRIMM in der Lage, die kostengünstige Nephelometrie durch geeignete Entwicklungen über die heutige Aussagekraft, Querempfindlichkeiten und Anwendungsmöglichkeiten hinaus zu einer nahezu gleichwertigen Alternative zur sehr aufwändigen Spektrometrie weiterzuentwickeln. Dabei soll ein universeller Einsatz, sowohl mobil als auch flugfähig oder stationär möglich sein. Mehr siehe http://grimm-aerosol.de/index.php.


Der Fokus der Forschung vom Institut für Epidemiologie (kurz EPI) des Helmholtz Zentrum München liegt sowohl auf der umfassenden Erfassung von Umweltstressoren (z.B. Luftschadstoffe, meteorologische Parameter, Lärm) als auch auf der Untersuchung von Risikofaktoren für die Entstehung von Diabetes oder kardiovaskulären Erkrankungen. Das Institut erforscht seit 1997 die Rolle der feinen und ultrafeinen Partikel in Augsburg bei der Auslösung von Herzinfarkten und kardiovaskulären Erkrankungen. Diese Forschung stützt sich auf die einzigartige KORA-Kohorte und das KORA-Herzinfarktregister in Augsburg. Um den Einfluss von physikalischen und chemischen Eigenschaften der Partikel auf die menschliche Gesundheit genauer zu untersuchen, wird in Kooperation mit der Universität Augsburg seit 2005 eine KORA-Aerosolmessstation in Augsburg betrieben, die eine genaue Charakterisierung der physikalischen und chemischen Eigenschaften von Partikeln in der Außenluft erlaubt.  Mehr siehe https://www.helmholtz-muenchen.de/epi/index.html.


Die Kooperationsgruppe Comprehensive Molecular Analytics (CMA) des Helmholtz Zentrum München erforscht seit Mitte der 1990er Jahre die Zusammensetzung und die Quellen von Partikeln (PM) sowie Prozesse die zur Neubildung von Partikeln (sogenanntes sekundäres Aerosol) in der Umwelt führen können. Ein Schwerpunkt der Arbeiten von CMA liegt dabei in der Entwicklung und Anwendung von Methoden die chemische Zusammensetzung des organischen Anteils des Aerosols mit hoher Empfindlichkeit und Genauigkeit zu erfassen. In zahlreichen Studien wurden die Einflussparameter für auf Variabilität von PM Konzentrationen in der Umwelt (u.a. Quellenstärken, Ausbreitungsbedingungen, Photochemische Alterung) untersucht. Dabei stehen insbesondere Untersuchungen zur zeitlichen und räumlichen Variabilität von PM in der Umwelt und der Vergleich bzw. das Zusammenführen unterschiedlicher Methoden zur Quellenzuordnung im Focus. Bereits in der Arbeitsgruppe etablierte Methoden zur hoch sensitiven Erfassung der persönlichen Exposition werden aktuell weiterentwickelt. Mehr siehe https://www.helmholtz-muenchen.de/cma/index.html.



Die Arbeitsgruppe von Prof. Emeis des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung, Institut für Atmosphärische Umweltforschung (kurz IMK-IFU) am Karlsruher Institut für Technologie verfügt unter anderem über Expertise in den Bereichen Monitoring und Stadtklimaforschung. Sie arbeitet derzeit als einer von 14 deutschen Partnern in dem BMBF-Stadtklimaprojekt an der Validierung einer zu erstellenden Modellkette zur numerischen Simulation des Stadtklimas von der Straßenskala bis hin zur regionalen Skala mit. Schwerpunkt liegt hier auf der vertikalen Struktur der städtischen Grenzschicht, die mit bodengestützten Fernmessverfahren erfasst werden kann. Weitere Forschungsinteressen umfassen die komplexe Erfassung jeglicher Daten, die im Rahmen einer inter- und transdisziplinären Stadtforschung benötigt werden, also Daten aus dem naturwissenschaftlichen, technischen und sozialen Bereich sowie generell die Austauschprozesse zwischen dem Ökosystem Stadt und der Atmosphäre. Mehr siehe https://www.imk-ifu.kit.edu/index.php.



Die Forschungsaktivitäten am Lehrstuhl für Physische Geographie und Quantitative Methoden des Instituts für Geographie der Universität Augsburg (IGUA) konzentrieren sich vor allem auf die drei Bereiche Klimaforschung, Landschaftsforschung und Biogeographie. Zentrale Bedeutung kommt der Klimaforschung mit den Schwerpunkten Klimadynamik und Klimawandel zu, die in der Arbeitsgruppe Klimaforschung untersucht werden. Am Institut für Geographie werden frühere, grundlegende Untersuchungen des Stadtklimas in Augsburg flankiert durch synoptische Analysen und verteilte und mobile Messungen im Stadtgebiet. Die Arbeitsgruppe unbemannte Luftfahrtsysteme der Universität Augsburg (AULA) am IGUA entwickelt seit ca. 2013 unbemannte Luftfahrtsysteme (UAS) zur dreidimensionalen Sondierung der atmosphärischen Grenzschicht. Weitere Projekte mit UAS-Einsatz sind z.B. ScaleXMachbarkeitsstudie Aerosol Supersite oder Urban Climate Under Change. Weitere Informationen siehe unter https://www.geo.uni-augsburg.de/lehrstuhl_professur/phygeo/.



Der Lehrstuhl für Pervasive Computing Systems am Institut für Telematik und die Forschungsgruppe TECO (kurz: KIT-TECO) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben eine lange Tradition in der Forschung in den Bereichen Pervasive und Ubiquitous Computing, mit Schwerpunkt auf der drahtlosen Kommunikation, Eingebetteten Systemen, Data Analytics und Mensch-Computer-Interaktion (HCI). Die Forschung umfasst mobile partizipative Aerosolmessungen in sogenannten Citizen Science- und verteilten Mess-Szenarien, sowie Low-Power-Wireless-Kommunikation und tragbare Sensorplattformen, die mit Smartphones kommunizieren. Die Auswirkungen von Nicht-Experten und deren Einbeziehung in die Messkette werden als wichtiger Aspekt von Umweltmessungen erforscht, ebenso die verteilte Kalibrierung kostengünstiger Sensorik und der Schutz der Privatsphäre in solchen Systemen. Mehr siehe http://www.teco.edu/research/smartaqnet/.