Projekt Smart Air Quality Network
Entwicklung und Bewertung eines engmaschigen Netzwerks von lokalen Feinstaubdaten, welche von der Öffentlichkeit eingespeist und genutzt werden können.

 

Die Herausforderung beim Messen:

Derzeit wird Feinstaub in Städten an Mess-Stationen gravimetrisch bestimmt. Dazu wird die Luft auf Filter gesaugt und erst nach einigen Tagen werden die Filter gesammelt, gewogen und der Feinstaub bestimmt. Das heißt, man kann nur nachher bestimmen, wie viel Feinstaub an einer Stelle war. Man weiß auch nicht, wie sich die Feinstaubkonzentration Tages abhängig verhält. Zusätzlich kann Feinstaub "in Echtzeit", z.B. mit optischen Methoden lokal gemessen werden. Insgesamt gibt es aber zur Zeit noch zu wenige Mess-Stellen, die flächendeckend Feinstaub erfassen können. Daher gibt es seit einigen Jahren den Citizen Science-Ansatz. Mit einfachen Technologien können interessierte Bürger und Bürgerinnen selbst Feinstaub-Sensoren zusammenbauen, den Sensor registrieren lassen und die Daten in einer Karte sichtbar machen. Beispiele für solche Projekte sind luftdaten.info, hackAIR oderOpenSenseMap. Nachteil dieser Sensoren ist, dass sie nicht sehr genau sind und dass ohne Referenzmessungen eine Validierung der Datenqualität nicht möglich ist. Im SmartAQnet wird daher der Ansatz verfolgt, die low-cost-Sensoren mit verteilten Referenzgeräten zu kombinieren und somit die nötige Validierung zu erhalten.